Liebeskiller Job

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Juli 28, 2011 | Männer und Frauen, Partnerschaft

Liebeskiller Beruf1 300x224 Liebeskiller Job Theoretisch arbeitet man, um zu leben. Durch immer höhere Anforderungen und längere Arbeitszeiten im Job fühlt es sich bei vielen Arbeitnehmern aber mittlerweile so an als lebe man nur noch für die Arbeit. Kein Wunder, dass dann Freundschaften mitunter enden, die Verwandtschaft beleidigt auf die xte Absage zum Geburtstagskaffee von Onkel Willi reagiert oder der Partner entnervt die Koffer packt. Welche Berufe zu echten Beziehungskillern werden können, verrät der folgende Artikel.

Hochleistungssportler
Er oder sie hat die Leidenschaft zum Beruf gemacht und befindet sich, wenn nicht gerade zufällig geduscht oder den beanspruchten Muskeln beim Schlafen eine Pause gegönnt wird, im Training, im Training oder im Training. Sei es auf dem Fußball- oder Basketballplatz, der Tartanbahn, dem Center Court oder im Schwimmbecken. Bleibt der Erfolg aus, rückt der Traum von der Profilaufbahn in weite Ferne, was sich auch im Finanziellen niederschlägt. Reicht es zum Profi, ist der ohnehin schon volle Terminkalender durch Wettkämpfe und Reisen bzw. bei vorhandener Berühmtheit durch PR- und Interviewtermine noch voller und lässt einen gemütlichen Pärchenabend auf der Couch Seltenheitswert haben, weil man den Partner mit der ganzen Welt teilen muss.

Arzt, Krankenpfleger, Krankenschwester
Schichtdienst und Nachtdienst sind Wörter, die schnell Ärger an der Beziehungsfront bedeuten können. Besonders, wenn beide in der selben Branche arbeiten und der eine beispielsweise den Spätdienst antritt, wenn der andere die Frühschicht beendet und man sich so quasi zu Hause die Klinke in die Hand gibt. Und da Menschen zu den unterschiedlichsten Zeiten krank werden, wird natürlich auch am Wochenende gearbeitet, wobei bei Klinikärzten auch noch die Rufbereitschaft dazu kommt, die die eigene Freizeit und die Zeit für einen Partner – zwecks eventueller spontaner Aktionen – zusätzlich einschränkt. Dazu kommt noch der emotionale Stress, der entstehen kann wenn man tagtäglich mit kranken Menschen arbeitet.

Soldat/in
Auslandseinsätze sind das eine, die Arbeit in so genannten Krisengebieten das andere, denn während man bei ersterem lediglich die negativen Seiten einer Fernbeziehung zu spüren bekommt, kommt bei letzterem noch die ständige Sorge um den Partner hinzu, der womöglich im Krieg sein Leben aufs Spiel setzt, während man selbst zu Hause auf Nachrichten wartet. Zwar ermöglichen Telefon, Email und Skype die Kontaktaufnahme – vorausgesetzt die Internetverbindung steht – doch können Monate des Getrenntseins und völlig verschiedene Lebenswelten schnell zu einer emotionalen Belastung und daher Entfremdung führen. Besonders, wenn die Beziehung noch jung ist und man es gewöhnt war sich tagtäglich zu sehen und Zeit miteinander zu verbringen.

Koch / Köchin
Ob im urigen Gasthaus um die Ecke oder im Gourmettempel, sein / ihr Hoheitsgebiet ist die Küche, in der es gilt in der Hitze und Hektik zwischen Rahmsoße und Coq au vin, Gemüsebrühe und Erbsenparfait den Überblick zu behalten und punktgenau die bestellten Speisen zuzubereiten. Daneben gehören Überstunden, Wochenendschichten und Arbeit an den Feiertagen genauso zum Berufsbild wie die körperlichen und psychischen Herausforderungen, die langes Stehen, der konstante Zeitdruck und das Arbeiten mit scharfen Messern und heißen, fettigen Speisen mit sich bringt. Plus: Wer den ganzen Tag und Abend berufsbedingt in der Küche zubringt, ist für gemütliche Kochsessions mit dem Partner bestimmt nicht mehr zu haben, so dass man a) entweder selber kochen muss oder b) hauptsächlich von Fast Food lebt.

Künstler oder Freiberufler
Künstler oder Freiberufler haben keine festen Arbeitszeiten, sind wahnsinnig kreativ und setzen als ihr eigener Chef eigene Ideen um. Ist die Auftragslage allerdings schlecht bzw. hat man sich in der Szene noch keinen Namen machen können, mangelt es vor allem an Geld und damit verbunden Sicherheit und Perspektive, weswegen hier gilt: je mehr Arbeit, desto besser, worunter natürlich die Partnerschaft leidet. Auch schlecht, während man im Büro irgendwann den Stift fallen lassen kann, die Tür hinter sich schließt und nach Hause fährt, ist man sich selbst gegenüber oft der kritischste Chef. Arbeitet man von zu Hause aus, wird der Zeitpunkt für den Feierabend gerne einmal nach hinten verschoben, weil ja immer noch so viel zu tun ist, was zwangsläufig zu Überarbeitung, Übermüdung und Missstimmung führt. Da sich ohne Leiden und innere Zerrissenheit aber keine die Welt-aus-den-Angeln-hebenden Kunstwerke erschaffen lassen, wird dies natürlich billigend in Kauf genommen, denn echte Künstler müssen, ob der Werke, die sie schaffen, leiden.

Hier hilft in allen Fällen nur eins: ein verständnisvoller Partner mit viel (!) Toleranz, Verständnis und der Fähigkeit zur Konfliktlösung. Amen. 

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Comments (1)

 

  1. [...] verbieten, da er sonst das Recht zur freien Persönlichkeitsenfaltung beschneiden würde, doch sind Liebeleien am Arbeitsplatz nicht in jedem Unternehmen gern gesehen. Auch für die Verliebten stellt sich spätestens bei einer [...]

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