Wie ein schlechtes Date beenden?

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Juni 21, 2011 | Dating, Singles

fieses Date beenden 300x224 Wie ein schlechtes Date beenden?Eine schlechte Verabredung hat wohl jeder schon einmal erlebt. Sei es weil der Funke einfach nicht überspringen wollte, weil es keine gemeinsamen Interessen gibt, der oder die Gegenüber einfach partout nicht ins jeweilige Beuteschema passen will oder man die Verabredung einfach nur doof, zu überheblich, zu schüchtern, zu ungepflegt… findet. Irgendwann ist einfach klar, das wird nichts, das passt einfach nicht, hier prallen zwei Welten aufeinander! Was aber soll man nun mit dem angebrochenen Tag / Abend tun? Die Quasselstrippe einfach weiter quasseln lassen, dem Angeber auch noch ermunternd zunicken, um sich dann später müde zu verabschieden und sowieso nicht anzurufen? Wer es mit der Höflichkeit nicht ganz so genau nimmt, dem bietet das Netz vielfältige Möglichkeiten, aus einer Albtraumverabredung zu entkommen. Hier ein paar Vorschläge:

Der Telefontrick
Diese Masche kennt man aus Filmen und Serien wie Sex and the City. Die Verabredung ist schrecklich, also wird unter einem Vorwand die Toilette aufgesucht, von wo aus der oder die vorher instruierte Freund/in angerufen oder angesimst und ins Bild gesetzt wird. Zurück bei der Verabredung klingelt dann das Handy, der Gesprächspartner am anderen Ende erzählt, dass etwas Schlimmes mit der Bekannten, Cousine, Mutter etc, passiert ist und man verabschiedet sich unter dem Vorwand jetzt sofort dort gebraucht zu werden. Auch ein akuter Wasserschaden in der Wohnung kann das Ende der Verabredung schnell herbeiführen. Einziger Nachteil: Ein bisschen schauspielerisches Talent ist schon nötig, um nicht sofort durchschaut zu werden. Daher lieber nicht zu dick auftragen, es muss ja nicht gleich der Tod der Omi sein.

Die Sau rauslassen
Wer sich um den eigenen Ruf weniger Sorgen macht, ein schlechtes Date aber gerne vorzeitig beenden möchte, der kann versuchen, seine Verabredung durch unangemessenes Verhalten einfach abzuschrecken. Wenn dies nicht zum vorzeitigen Ende des Treffens führt, dann doch garantiert zu keinem weiteren Wiedersehen. Hierbei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und von Servietten anmalen, beim Essen rülpsen, in Babysprache sprechen, Gäste am Nebentisch anpöbeln, über den Expartner herziehen, sich vom Teller der Verabredung bedienen, ständig seine oder ihre Grammatik verbessern oder den Kellner beleidigen, alles möglich. Nachteil: Hat man das Date in die Flucht geschlagen, droht eventuell Hausverbot beim Lieblingsitaliener. Aber ist der Ruf erst ruiniert…

Die Ex-Lüge
Hat man dem oder der Ex nach Ende der Beziehung auch noch so wenige Tränen nachgeweint, ist bei einem Gruseldate, das es zu beenden gilt, Zeit sich ihrer oder seiner zu erinnern. Und zwar in den allerschönsten Farben. Soll heißen, in den höchsten Tönen von seiner letzten Beziehung schwärmen, erzählen, wie man nach vielen gemeinsamen Jahren brutal abserviert wurde und der Verabredung mit tränenerstickter Stimme sagen, dass man wohl immer noch nicht bereit für eine neue Bindung ist. Und da sich Tränen am besten zu Hause mit viel Eiscreme trocknen lassen, verabschiedet man sich für den  Abend. Mitfühlende Verabredungen werden für so viel Emotion Verständnis haben. Nachteil: Auch hier geht es nicht ohne wenigstens ein bisschen schauspielerisches Talent. Wobei Frauen einfach den Heulbonus haben, während Männer der Glaubhaftigkeit halber lieber weniger auf die Tränendrüse drücken sollten.

Der übersteigerte Kinderwunsch
Viele reagieren verstört, wenn sie auf den eigenen Kinderwunsch angesprochen werden. Kinder ja, aber irgendwann später, denken sich viele. Warum sich dies nicht einfach zunutze machen, wenn es mit der Verabredung nicht klappt wie erhofft? Einfach immer wieder im Lauf der Unterhaltung seine positive Einstellung zu Kindern im Allgemeinen und dem dringenden Wunsch nach einem eigenen Baby – vorzugsweise mit der Person gegenüber – kundtun. Vielleicht endet der Abend ja schneller als geplant mit einem kurzen Händedruck und der Rückenansicht des Gegenübers. Nachteil: Doof wird es, wenn man auf wirkliche Kinderenthusiasten trifft, die jedes Wort für bare Münze halten und am liebsten sofort mit der Produktion beginnen möchten…Hier hilft dann nur noch eines:

Die Flucht
Extreme Situationen erfordern extreme Maßnahmen, heißt es doch. Das lässt sich auch auf Verabredungen anwenden. Manchmal sind diese nämlich so schlimm, dass man mit Höflichkeit bzw. schauspielerischen Glanzauftritten einfach nicht weiter kommt. Hier bietet sich oft nur noch der gepflegte Rückzug an. Mögliche Variante: dem Gegenüber sagen man müsse auf die Toilette, obwohl man in Wahrheit zur Bar oder Theke schlendert, dort bezahlt und dem Kellner einen Zettel mit der Nachricht „Das wird leider nichts mit uns“ übergibt, die dieser an den Tisch bringt, während man selbst auf den Ausgang zusteuert. Nachteil: Die Flucht nach Hause ist schon ziemlich gemein.

Die Wahrheit
Zwar mag dies nicht der bequemste oder unterhaltsamste Weg sein ein unliebsames Date zu beenden, der ehrlichste ist es aber auf jeden Fall. Man muss ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und, nachdem man das Blind Date gesehen hat sofort auf dem Absatz kehrt machen. Auch Kommentare wie „Auf deinen Fotos sahst du irgendwie besser aus“ kann man sich in solchen Augenblicken ruhig schenken. Vielleicht erst einmal ein Gläschen Wein oder ein Bier bestellen. Ist der erste Eindruck bis dato nicht verflogen, empfiehlt es sich irgendwann die Reißleine zu ziehen, vielleicht nicht gerade mitten beim Hauptgang. „Du, ich glaube, das hier mit uns wird nichts“ oder „Ich denke, wir sollten es bei diesem einen Treffen belassen“ sind zwar nicht wirklich originell, spiegeln aber die Gefühle am besten wieder und tun nicht so weh wie einfach sitzen gelassen oder für dumm verkauft zu werden. Bestimmt hat man bei der nächsten Verabredung mehr Glück.     

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