Mögliche Fehler nach einer Trennung

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August 10, 2011 | Allgemein, Liebe

Häufige Fehler nach einer Trennung 300x224 Mögliche Fehler nach einer TrennungDie Trennung von einem geliebten Menschen ist nie eine schöne Angelegenheit, sondern im Gegenteil eine hochemotionale Sache, die mit Trauer, Wut, Verzweiflung und auch Angst einhergehen kann. Viele leiden nach einem Beziehungsaus nicht nur seelisch, sondern auch körperlich und fühlen sich wochen- oder monatelang neben der Spur. Schon möglich, dass sich der Eine oder die Andere in seinem Kummer zu allerhand dummen Aktionen hinreißen lässt, die er / sie im Nachhinein bereut. Zwar heißt es immer aus Fehlern könne man etwas lernen, manche Fehler sollte man aber am besten gar nicht erst begehen.

Dazu gehört beispielsweise mit Wutausbrüchen und kopflosen Racheaktionen der oder dem Ex eins auswischen zu wollen, in der Hoffnung ihn oder sie zu verletzen und selber, wenn auch nur für kurze Zeit, den eigenen Kummer vergessen zu können. Also werden Autos zerkratzt, Türschlüssel im Schloss abgebrochen, Telefonterror veranstaltet, böse Briefe geschrieben oder Kressesamen auf dem Sofa und Wohnzimmerteppich des Anderen gesät. Schließlich heißt es ja schon in der Bibel „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Dass man sich mit solchen Manövern aber vor allem selber schadet, liegt dagegen auf der Hand. Denn nicht nur, dass die Beziehung zu der oder dem Ex weiter geschädigt wird, auch gemeinsame Freunde könnten sich mitunter von einem abwenden. Darüber hinaus fühlt sich der / die Ex wahrscheinlich sogar in seiner Entscheidung die Beziehung beendet zu haben bestätigt, während man selber sich immer mehr für seine Taten schämt. Ganz zu schweigen von möglichen Schadenersatzforderungen oder sogar einstweiligen Verfügungen, bei denen sich dann wirklich nur noch einer die Hände reibt, der Anwalt. 

Ebenfalls unüberlegt ist es, sich nach einer Trennung sofort wieder in eine neue Beziehung zu stürzen, entweder um nicht mehr alleine zu sein, die eigenen Gefühle zu verdrängen oder dem Expartner zu zeigen, dass man bereits über ihn hinweg ist. So schön das in der Theorie auch klingen mag, die Leere und Verletztheit, die ein Beziehungsaus hinterlässt, lässt sich mit einem simplen Partnerwechsel leider nicht füllen bzw. abstellen. Statt sich einmal nur mit sich selbst und seinem Gefühlschaos auseinanderzusetzen, muss man sich stattdessen mit einem neuen Partner arrangieren, den man unbewusst sowieso ständig mit dem / der Verflossenen vergleicht, weil man in seinem Innersten noch nicht einmal ansatzweise für eine neue Partnerschaft bereit ist. Hinzu kommt, dass der neue Partner natürlich echte Gefühle für einen hegt und an einer gemeinsamen Zukunft interessiert ist, so dass man ihn oder sie in das eigene Gefühlschaos hineinzieht und mitunter tief verletzt.

Noch komplizierter wird es, wenn eine Trennung neben den Expartnern die gemeinsamen Kinder mit einschließt und diese als Druckmittel benutzt werden, um den Anderen zu verletzten. Sei es, indem Absprachen zwecks Besuchen und Unternehmungen nicht eingehalten werden, kein Unterhalt gezahlt wird oder der Ex oder man selbst vor den Kindern schlecht gemacht wird. Hier leiden im Zweifelsfall dann nämlich nicht nur eine oder zwei Parteien, sondern vor allem die Kinder selbst, die unverschuldet in eine Situation geraten, mit der die wenigsten umzugehen wissen. Stattdessen fühlen sich Kinder getrennt lebender Eltern oft zwischen zwei Parteien hin- und hergerissen, was die zukünftige Beziehung zu den Streithähnen negativ beeinflussen und Auswirkungen auf ihre zukünftige Entwicklung haben kann. Und das alles nur, um dem Ex zu zeigen, wer der vermeintlich Stärkere ist. Dabei wäre es soviel gesünder, die Trennung erst einmal für sich zu verarbeiten, sich vom Ex und der Beziehung zu lösen und, nachdem ein definitiver Schlussstrich gezogen wurde, sich auf einer anderen, gefestigteren Ebene zu begegnen; als Expartner oder als getrennt lebende Eltern. Schade nur, dass sich in der Theorie immer alles so einfach anhört…

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Comments (1)

 

  1. [...] aber als totaler Albtraum, wenn es statt erhoffter Erholung und Sonnetanken plötzlich nur noch Streit und Unzufriedenheit gibt. Die Gründe hierfür: Zu hohe Erwartungen an den Partner und der Faktor [...]

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